
Warum sich Sinusitis verschlimmert und die Wirkung der Druckpunktmassage
Sinusitis ist keine einfache Erkältung. Wenn sich die Entzündung der Nasennebenhöhlen chronisch entwickelt, bildet sich Eiter, was zu Nasenverstopfung, gelblichem Nasenausfluss, Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen führt und den Alltag beeinträchtigt. Die Erkrankung ist so verbreitet, dass über 50 % der modernen Menschen aufgrund von Stress, Umweltverschmutzung und Allergien daran leiden. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Sinusitis als eine Schwächung der körpereigenen Abwehrfunktion betrachtet. Durch die Stimulation von Akupunkturpunkten rund um die Nase und an verschiedenen Körperstellen wird die Qi- und Blutumwälzung gefördert und die Immunität erhöht. Besonders die Druckpunktmassage, die weniger Nebenwirkungen als Akupunktur hat, kann jederzeit zu Hause durchgeführt werden. Bei Kombination mit schulmedizinischer Behandlung kann die Genesung erheblich beschleunigt werden.
Fünf effektive Akupunkturpunkte zur Linderung von Sinusitis
1. Yingxiang (迎香) — LI20 (Dickdarmmeridian Punkt 20)

Lage: Unterhalb des hervorstehendsten Teils der Nasenflügel, über der Nasolabialfalte (Falte zwischen Mundwinkel und Nase). Wenn man die Seite der Nase mit dem Finger berührt, spürt man eine leichte Vertiefung.
Drucktechnik: Mit den Zeigefingern beider Hände die Yingxiang-Punkte auf beiden Seiten gleichzeitig senkrecht drücken und loslassen. Drücken Sie mit einer Intensität, die ein kühles, angenehmes Gefühl erzeugt, ohne Schmerzen zu verursachen. Wiederholen Sie 30-mal (30 Sekunden) → dann weitere 30-mal (30 Sekunden) → insgesamt etwa 1 Minute. Wiederholung 3-mal täglich ist noch effektiver.
Wirkung: Dies ist der direkteste Punkt zur Linderung von Nasenverstopfung und Nasenschmerzen bei Sinusitis. Er fördert die Drainage von verstopftem Sekret aus den Nasennebenhöhlen und verbessert die Blutdurchblutung der Nasenschleimhaut, wodurch Entzündungen gelindert werden. Wenn zu viel gelblicher Nasenausfluss vorhanden ist oder die Nase stark verstopft ist, ist dies der Punkt mit der schnellsten Wirkung.
2. Hegu (合谷) — LI4 (Dickdarmmeridian Punkt 4)

Lage: Die Falte zwischen Daumen und Zeigefinger, in der Vertiefung auf dem Handrücken. Sie liegt direkt unterhalb des Zeigefingerknochens, leicht in Richtung Daumen. Es ist der Mittelpunkt, wenn Sie Ihre Hand öffnen und mit den Fingern ein „V” bilden.
Drucktechnik: Mit der Fingerbeere des gegenüberliegenden Daumens den Hegu-Punkt langsam drücken. Etwa 3–5 Sekunden drücken, dann 3 Sekunden loslassen und wiederholen. Führen Sie 20–30 Wiederholungen pro Hand durch. Wechseln Sie zwischen den Händen ab; insgesamt etwa 1 Minute.
Wirkung: Aktiviert die Immunfunktion des Körpers und stärkt die Widerstandskraft erheblich. Sehr wirksam bei der Linderung von Kopfschmerzen und Gesichtsschmerzen durch Sinusitis und wird häufig zur Erkältungsvorbeugung und -genesung eingesetzt. Es ist ein „Allzweck-Akupunkturpunkt” zur Beseitigung von Entzündungen im Gesichtsbereich, einschließlich der Nasenschleimhaut.
3. Yintang (印堂) — GV29/DU23 (Gouverneursgefäß Punkt 29/23)
Lage: In der Mitte zwischen den beiden Augenbrauen, zwischen den Augen. Dies ist die Vertiefung, die man spürt, wenn man die Nase nach oben drückt. Ein Druck verursacht ein leichtes Unbehagen.
Drucktechnik: Mit der Fingerbeere des Zeige- oder Mittelfingers beider Hände den Yintang-Punkt langsam senkrecht drücken und loslassen. Eine Intensität, bei der leichte Schmerzen auftreten, ist angemessen. Führen Sie 20–30 Wiederholungen pro Anwendung durch. Vermeiden Sie zu starke Reizung.
Wirkung: Lindert besonders wirksam Schmerzen zwischen den Augen und Kopfschmerzen durch Sinusitis. Verbessert die Blutdurchblutung des Gehirns und entspannt die Nervspannung. Neben Nasenerkrankungen ist es auch hervorragend wirksam bei der Linderung von Migräne, Augenermüdung, stressbedingter Schlaflosigkeit und verminderter Konzentration.
4. Taiyang (太陽) — EX-HN5 (Außerpunkt)
Lage: In der Vertiefung zwischen dem äußeren Augenkante und dem Ohr, im Schläfenbereich. Leicht mit den Fingern zu finden und verursacht bei Druck ein leichtes Unbehagen.
Drucktechnik: Mit dem Mittelfinger beider Hände den Taiyang-Punkt sanft in kreisenden Bewegungen massieren. Führen Sie 10 Wiederholungen im Uhrzeigersinn aus, dann 10 Wiederholungen gegen den Uhrzeigersinn, langsam und kontinuierlich. Eine sanfte und kontinuierliche kreisende Massage ist effektiver als starke Reizung. Etwa 1 Minute pro Anwendung.
Wirkung: Lindert effektiv Gesichtsödem und Schläfenschmerzen durch Sinusitis. Fördert die Qi- und Blutumwälzung in Kopf und Gesicht und verringert chronische Entzündungen rund um Nase und Augen. Besonders hilfreich für Sinusitis-Patienten mit begleitender Migräne oder stressbedingten Kopfschmerzen.
5. Fengchi (風池) — GB20 (Gallenblasenmeridian Punkt 20)

Lage: Am hinteren Teil des Halses, an der Grenze, wo das Haar beginnt und der Hals trifft. Sie befindet sich auf beiden Seiten des hinteren Halses, unterhalb und hinter den Ohren, mit deutlicher Vertiefung zu spüren.
Drucktechnik: Mit den Daumen beider Hände den Fengchi-Punkt nach innen gerichtet langsam drücken. Etwa 3–5 Sekunden drücken, dann loslassen und wiederholen. Wiederholen Sie 20–30-mal pro Anwendung. Drücken Sie genau an der Grenze zwischen Hals und Kopf, vermeiden Sie jedoch übermäßig starken Druck.
Wirkung: Beseitigt pathogene Faktoren und stärkt die Immunfunktion des Körpers. Hervorragend zur Vorbeugung der Verschlimmerung von Sinusitis durch Erkältung oder allergische Rhinitis geeignet und lindert Nackenverspannungen und Schulterverspannungen, wodurch die allgemeine Blutdurchblutung verbessert wird. Lindert auch Kopfschmerzen, Nackenverspannungen und Schulterverspannungen.
5-minütige Selbstmassage-Routine — empfohlen 3-mal täglich (morgens, mittags, abends)
Führen Sie die folgenden Schritte in dieser Reihenfolge durch, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Die Gesamtdauer beträgt 5 Minuten.
- Yingxiang (LI20) — 1 Minute
Mit den Zeigefingern beider Hände die Yingxiang-Punkte auf beiden Seiten 30-mal drücken. (30 Sekunden) → Weitere 30-mal drücken. (30 Sekunden) → Mit den Zeigefingern beider Hände sanft in kreisenden Bewegungen massieren. (Verbleibende Zeit) - Hegu (LI4) — 1 Minute
Den Hegu-Punkt der linken Hand mit dem rechten Daumen 30-mal drücken. (30 Sekunden) → Machen Sie dasselbe mit der rechten Hand mit der linken. (30 Sekunden) - Yintang (GV29) — 1 Minute
Mit den Zeigefingern beider Hände den Yintang-Punkt langsam 20-mal drücken und loslassen. (30 Sekunden) → Wiederholen Sie 10-mal. (30 Sekunden) - Taiyang (EX-HN5) — 1 Minute
Mit den Mittelfingern beider Hände den Taiyang-Punkt 30 Sekunden im Uhrzeigersinn in kreisenden Bewegungen massieren. → 30 Sekunden gegen den Uhrzeigersinn massieren. - Fengchi (GB20) — 1 Minute
Mit den Daumen beider Hände den Fengchi-Punkt abwechselnd 30-mal pro Seite drücken und loslassen. (Insgesamt 60-mal, etwa 1 Minute)
💡 Tipp zur Druckpunktmassage: Wenn Sie nach der Massage warmes Wasser oder warmen Tee trinken, verstärkt sich die Wirkung. Vermeiden Sie kalte Klimaanlage oder plötzliche Temperaturwechsel unmittelbar nach der Massage. Wenn die Massage 1 Stunde vor dem Schlafengehen durchgeführt wird, hilft dies, Symptome während des Schlafs zu lindern. Reduzieren Sie die Intensität der Massage bei Stress oder Überanstrengung.
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