“`html

Migräne – warum Akupunkte helfen
Migräne entsteht durch Gefäßerweiterung im Gehirn und Ungleichgewicht von Neurotransmittern. In der traditionellen chinesischen Medizin wird Migräne als „Yin-Kopfschmerz” klassifiziert, wobei unzureichende Blutszirkulation um Hals und Kopf die Hauptursache ist. Akupunktur-Massage fördert die Blutszirkulation, entspannt verspannte Muskeln, lindert Nervenkompression und erhöht die Sauerstoffversorgung des Gehirns. Besonders die Akupunkte um Hals und Schläfen beeinflussen direkt Blutgefäße und Nerven der Migränepfade und bieten schnelle Schmerzlinderung. Nach klinischer Erfahrung kann Massage in frühen Migränephasen den Medikamenteneinsatz reduzieren.
Fünf Akupunkte zur Migräneerleichterung
1. Taiyang (EX-HN5) – Meisterpunkt der Schläfen
Lage: In der Mitte zwischen äußerem Augenwinkel und Ohr, in einer leicht vertieften Stelle. Dies ist das Zentrum der Schläfe, wenn Sie den Kopf zur Seite neigen.
Stimulationstechnik: Stimulieren Sie beide Seiten gleichzeitig mit den Daumen 3–5 Minuten lang in langsamen Kreisen. Beginnen Sie mit leichtem Druck und erhöhen Sie die Intensität allmählich. Drücken Sie auch sofort bei Migränebeginn.
Wirkung: Taiyang ist der direkteste Akupunkt gegen Migräne. Er verbessert die Blutszirkulation in den Schläfen, lindert Gehirnkrampfader-Verspannungen und beruhigt überaktive Nerven. Besonders wirksam gegen augenermüdungsinduzierte Migräne.
2. Hegu (LI4) – Universeller Akupunkt

Lage: An der Stelle, wo sich Daumen und Zeigefinger treffen, auf der Rückseite der Hand. Die leicht versenkte Stelle zwischen den Muskeln, wenn die Finger zusammen sind.
Stimulationstechnik: Drücken Sie mit dem Daumen der anderen Hand vertikal langsam 1–2 Minuten lang wiederholt. Stimulieren Sie abwechselnd beide Hände. Ein mäßiges Schmerzgefühl ist angemessen.
Wirkung: Hegu ist einer der vielseitigsten Akupunkte. Er lindert systemische Schmerzen, beruhigt die Nerven und verbessert besonders die Blutszirkulation zum Kopf. Wirksam bei Migräne, Zahnschmerzen und Gesichtsschmerzen.
3. Baihui (GV20) – Zentrum des Scheitels
Lage: Direkt auf dem Scheitel des Kopfes, am Schnittpunkt der Linie zwischen den beiden Ohrspitzen und der Mittellinie, die von der Nasenwurzel aufsteigt. Ein leicht vertiefter Punkt beim sanften Klopfen.
Stimulationstechnik: Benutzen Sie sanfte Fingerdrücke mit kreisenden Bewegungen oder kämmen Sie mit den Fingern in Auf- und Abbewegungen 2–3 Minuten lang. Vermeiden Sie zu viel Druck.
Wirkung: Baihui ist das Zentrum der Gehirnblutszirkulation. Es lindert Gehirnnebel, verbessert Konzentrationsverlust durch Migräne und ist besonders wirksam gegen kopfschmerzen durch längeres Lesen oder Computerarbeit.
4. Fengchi (GB20) – Spannungslöser an der Gehirnbasis

Lage: Hinten am Hals, an der Stelle, wo Halswirbel und Schädelbasis zusammentreffen – einer auf jeder Seite. Die versenkte Stelle an der Schädelbasis unterhalb des Ohres.
Stimulationstechnik: Drücken Sie mit beiden Daumen gleichzeitig langsam nach oben, halten Sie an und lassen Sie los. Wiederholen Sie dies 2–3 Minuten lang. Erhöhen Sie den Druck schrittweise, da der Nacken oft verspannt ist.
Wirkung: Fengchi ist der wichtigste Punkt für Kopf und Nacken. Er ist am wirksamsten bei Migräne durch Halsverspannungen, entspannt steife Nackenmuskeln, normalisiert die Blutversorgung des Gehirns und lindert stressbedingte Migräne.
5. Sanyinjiao (SP6) – Essentieller Punkt für weibliche Migräne

Lage: An der innenseite des Knöchels, etwa drei Fingerlängen über dem inneren Knöchel. Folgen Sie der Innenseite des Schienbeins nach oben.
Stimulationstechnik: Sitzen Sie und drücken Sie mit dem Daumen 1–2 Minuten lang langsam, wiederholt loslassen und wieder drücken. Stimulieren Sie beide Füße abwechselnd bei gleichmäßiger Atmung. Ein dumpfes Druckgefühl ist normal.
Wirkung: Sanyinjiao reguliert das Hormongleichgewicht des gesamten Körpers. Besonders wirksam gegen menstruationsbedingte Migräne und hilft bei Migräneprävention durch Stress und Müdigkeit.
5-Minuten-Selbstmassage-Routine – Wirksame Reihenfolge und Zeitaufteilung
Vorbereitung: Sitzen Sie bequem, atmen Sie mehrmals tief durch und entspannen Sie sich, bevor Sie beginnen.
- Taiyang (1 Minute) – Stimulieren Sie beide Seiten gleichzeitig in Kreisen. Beginnen Sie hier, wenn die Migräne stark ist.
- Hegu (1 Minute) – Drücken und loslassen mit mittlerem Druck, abwechselnd beide Hände.
- Fengchi (1 Minute) – Drücken Sie den Hals hinten auf beiden Seiten gleichzeitig nach oben. Tief und langsam.
- Baihui (1 Minute) – Sanfte Finger-Drücke oder kämmende Bewegungen am Scheitel.
- Sanyinjiao (1 Minute) – Stimulieren Sie beide Füße abwechselnd, langsam im Atemrhythmus.
Tipp: Bei starker Migräne konzentrieren Sie sich zuerst 3 Minuten lang auf Taiyang und Hegu. Zur Vorbeugung führen Sie täglich diese 5-Minuten-Routine morgens nach dem Aufwachen oder abends vor dem Schlafengehen durch – dies kann die Migränefrequenz um 1–2 Mal pro Monat reduzieren.
“`
Leave a Reply